Gedanken…

 

Wie ist ein wahrhaft guter Yoga Lehrer?

??Indien verändert:
 
Ja, um als Yoga Trainer in der heutigen Zeit seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, muss man präsent sein. Werbung machen. Sich zur Schau stellen, damit man gesehen und gebucht wird. Und die, die am lautesten Schreien, bei denen kauft der Kunde dann. Aber sind die, die am lautesten schreien, die sich am Meisten verrenken, auch die, die die Yoga-Philosophie leben? Die, die es am Besten weitergeben können? Muss ein guter Lehrer alle Yoga-Schriften auswendig können? Am Besten in Sanskrit? Und jeden Tag zehn Stunden auf der Matte üben? Erkennt man einen guten Lehrer daran, dass er sich die Beine hinters Ohr klemmen kann, dabei auf einem Arm balanciert und dabei meditiert? Oder muss er den Schüler nur tief Berühren? Ist Yoga alles, was wir auf Social Media sehen können, oder ist das, was wir sehen, nur die Spitze des Eisbergs? 
Ist das, was wir sehen, nicht nur leere Gymnastik, ohne Werte und Sinn? Und würden wir den wahren Yogi auf Instagram finden? Woran erkennen wir den wahren Yogi, den, bei dem wir gern lernen?
Als ich in Indien meinen Lehrer gesucht habe, habe ich insgesamt vier Lehrer angeschrieben. Alle waren Empfehlungen meiner indischen Freunde vor Ort. Eine Shala zu finden, die ausbildet, ist nicht schwer, aber DEN Lehrer zu finden schon. Ich wurde mehr als ein mal in Indien als weisse Frau übers Ohr gehauen (frei nach dem Motto: Die weisse Frau hat es ja eh). Drei Shalas meldeten sich jeden Tag per Whatsapp, um mich von sich zu überzeugen. In diesen Shalas hätte ich als Ausländerin das Doppelte bezahlen müssen wie indische Bürger. Aber die dritte Shala war anders: Der Preis war gleich für alle, und ich bekam nur Antwort, wenn ich fragte. Von sich aus schrieb mich niemand an.
Diese Shala wählte ich. Und ich muss sagen, ich lag mit meiner Wahl für den Zeitpunkt in meinem Leben gold-richtig! Der Lehrer legte so viel Herzblut in sein Unterricht, er war voller Inbrunst dabei. Er half wo er nur konnte, das gesamte Personal war absolut “dedicated” Die übrigen Schüler waren herzensgut – die Gastfreundschaft war irre. Es gibt vielleicht Lehrer, die höher über dem Boden schweben, und erleuchteter sind. Aber für mich gibt es keinen besseren Lehrer, als meinen leisen, unaufdringlichen, unkommerziellen, bescheidenen, aber alles über Hatha Yoga wissenden und es vor-lebenden Lehrer. Vermutlich hat er meine Sicht auf Yogis geprägt, denn ich mag seit dem tatsächlich keine laute, leicht bekleidete Insta-Möchtegern Yogis (ich weiss, ich sollte als Yogi nicht urteilen). Und wo ich vor Indien gern mal leicht bekleidet Yoga machte, vermeide ich das seit dem aus Respekt. Und noch einiges mehr…aber das ist ein anderer Gedanke ? 
Wie steht es mit dir, wie denkst Du über dieses Thema? 

?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.

Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst Du darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…
Maria Krämer Yogini in Indien

Die pure Weiblichkeit oder Folter?

??Indien verändert:
 
Bevor ich in Indien die Lebensweise meiner indischen Freunde (Schwiegertöchter!) näher kennen lernte, der festen Überzeugung, die Frau sei in Indien ein armes, unterdrücktes Wesen, das das Eigentum ihres Mannes und seiner Familie ist, ohne Recht auf eigene Meinung und Leben. 
Ich möchte nicht klein reden, dass es das sicherlich gibt: Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet wurden und zu widerlichsten Dingen gezwungen werden, und Mädchen, die nicht gewollt sind. Davon möchte ich hier nicht reden, denn das ist ohne Zweifel zu verachten und zu bestrafen. 
Nein, ich möchte hier darüber reden, wie ich die Rolle der Frauen erlebt habe, die ich kennen lernen durfte, und wie es meine Sicht auf unsere Rollen veränderte. 
Alles begann damit, dass ich mein erstes Saree kaufte. Es war ein wunderschönes, orange-gelbes Stück mit goldenen Ornamenten drauf. Ich zog es nicht mehr aus, und stapfte darin ungelenk durch jeden Tempel, den wir auf unserem Weg besichtigten. Da ich die Kunst des Wickelns noch nicht beherrschte, sah es sicher lächerlich aus, und ich hatte wirklich Angst, es zu verlieren. Aber ich fühlte mich grossartig darin. Anfänglich machte ich mir keine Gedanken, ich trug es einfach, weil ich mich wohl darin fühlte. Ich kaufte mir immer mehr Sarees, bekam einige von der Mutter meines Freundes geschenkt, und ich trug sie alle mit grosser Freude.
Bis mich eines Tages eine Freundin (die ihrerseits NIE Sarees trug) fragte, wieso ich eigentlich immer “dieses dumme Ding” anhätte. Da ich erstmal keine Antwort wusste, fragte ich sie, wieso sie eigentlich keine Sarees trug, und zu meiner Überraschung erzählte sie mir, eine Saree sei für sie ein Symbol für die pure Unterdrückung und Benachteiligung der Frau, ein Symbol dafür, dass Frauen nicht alles machen könnten und dürften. Sie würde Sarees nur im Notfall anziehen, zu Hochzeiten und Familienfeiern. Ich fand diese Erklärung super-überraschend, denn nach einigen Sekunden wusste ich, was ich an Sarees toll fand…
Für mich ist ein Saree das genaue Gegenteil: Für mich ist ein Saree ein Ausdruck purer Weiblichkeit. Ich fühle mich in einem Saree weiblicher und schöner, als in jeder Jeans oder anderem westlichen Kleidungsstück. Ein Saree anzuziehen ist schon ein Akt der Huldigung des weiblichen Körpers: Das Anziehen erfordert Aufmerksamkeit, es kann nicht einfach “nebenbei” geschehen. Und das Gefühl, wenn dieser wunderschöne Stoff sich um den eigenen Körper legt, sich anschmiegt und die Form verhüllt und doch alles zeigt, ist einmalig. Frauen in Sarees haben einen besonderen Gang, eine besondere Haltung: Für mich sind sie viel graziler als Frauen in Hosen.
Vielleicht, weil ich für mich inzwischen finde, dass Frauen im Westen zu sehr von ihrer Weiblichkeit weg gekommen sind. Sie stehen ihren Mann, arbeiten, verdienen Geld, versorgen ganze Familien, erziehen alleine und haben scheinbar die Last der ganzen Welt auf ihren Schultern. Wenige Frauen hier tragen Röcke oder Kleider, Hosen machen uns alle irgendwie zu Männern, aber wenigstens zu unisex-Wesen. 
Die indische Frau darf im Idealfall, muss aber nicht arbeiten. Sie darf der Mittelpunkt der Familie sein, der Mann versorgt sie, und sie ist für das Zuhause und das Kind zuständig. Sie stärkt dem Mann den Rücken, und hält das Geld zusammen. Und das wunderbare, sexy, schöne fliessende, alles zeigende und doch alles verhüllende Saree ist für mich der Inbegriff dieser gelebter Weiblichkeit… (Ich weiss, dass all dies Anlass zu mehr als nur einer kurzen Diskussion sein kann, ich weiss, es gibt alles auch ganz anders – nicht nur in Indien. Aber das hier sind meine Erlebnisse, meine Gedanken und meine Gefühle.. also alles subjektiv, und hat keinen Anspruch auf Wahrheit.)  
Lebt sie ihre Weiblichkeit so, wie es von der Natur vorgesehen sein könnte? Haben wir unsere Weiblichkeit vergessen? 
Wie steht es mit dir, wie denkst Du über dieses Thema? 

?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.

Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst Du darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

Die Bedeutung von Familie und Freunden für mich 

??Indien verändert:
 
Bevor ich in Indien die Lebensweise meiner indischen Freunde näher kennen lernte, war ich ein Einzelkämpfer. Ich hatte zwar Freunde, aber ich bat nie um Hilfe und versuchte alles allein zu schaffen. Ich lebte alleine in einer schönen Wohnung weit weg von meiner Familie, und obwohl ich gern mit Freunden unterwegs war, genoss ich das Alleinsein in meinen vier Wänden.
Die meisten meiner indischen Freunde lebten in sogenannten Joint-Families. Das heisst, mehrere Generationen, und oft auch Onkel und Tanten wohnten zusammen in einem mehr oder weniger grossem Haus zusammen oder in der direkten Nachbarschaft. Die Grosseltern passten auf die Kinder auf, solange die Eltern in der Arbeit waren, und die unterstützten die Älteren, in dem sie zB kochten und für sie einkauften. Es war (bis auf Ausnahmen- ja es gab auch negative Beispiele, wie überall) ein Geben und Nehmen, ein “sich Unterstützen” und Helfen auf allen Ebenen. Jobverlust konnte aufgefangen werden, Krankheit (es gibt in Indien oft keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall) konnte aufgefangen werden, und oft durften jüngere, erwachsene Geschwister noch ein wenig “Schonfrist” nach der Ausbildung geniessen, ohne finanziell in Schieflage zu geraten, indem sie in der Familie ein Zimmer und Essen für einen geringen Beitrag geniessen durften.
Auch ich war in dieses Netz eingebunden: Meine ersten Kunden in Indien waren Freunde von Freunden, die mich anschliessend weiter empfahlen. Die Räume, in denen ich unterrichtete, bekam ich durch Freunde, und so lernte ich die Vorteile von der indischen Art, sich ein Netzwerk aus Freunden und Familie zu schaffen, die sich gegenseitig unterstützt, zu schätzen. Ich revangierte mich mit günstigeren Personaltrainings, Ernährungstipps oder manchmal einfach durch die Zeit, die ich mit ihnen verbrachte. 
Ich fühlte mich dort beschützt und wusste, mir kann in diesem Netz nichts passieren.
Mir wurde in Indien bewusst, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, und was dies eigentlich bedeutet. Wie wichtig es ist, einander – egal, ob Familie oder Freunde – zu helfen statt (wie ich es in Europa oft empfand) sich Steine in den Weg zu legen. Ich begriff, wie viel leichter für alle das Leben sein kann, wenn viele ihr Wissen zusammen legen und sich unterstützen, statt ihr Wissen für sich zu behalten. Natürlich heisst dies nicht, umsonst zu arbeiten oder alles herzuschenken. Aber in einem für jeden individuell gesundem Maß zu Helfen, ist wichtig.
Ich versuche, dies in meinem Alltag auch hier in Deutschland zu leben. Ich habe mein privates Umfeld tatsächlich so gestalten können, dass ein kleines, aber belastbares und verlässliches Netzwerk entstanden ist, und ich hoffe, mehr und mehr Menschen fällt schon bald auf, dass ” Miteinander” wichtig ist. 
     
Wie steht es mit dir, wie denkst Du über dieses Thema? 

?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.

Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst Du darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

Schönheitspflege auf Indisch

??Indien verändert:
 
Als ich das zweite Mal, diesmal zu Weihnachten, nach Indien flog, wollte ich natürlich nicht mit leeren Händen bei den Eltern meines Freundes aufschlagen. Ich überlegte lang, und entschied mich für ein Duschgel-Body-Lotion-Set für die Frau des Hauses (sie war etwas über siebzig und ich habe sie nur zwei Mal getroffen bis dahin), und ich war mir sicher, dass ich mit Vanilleduft recht gut liegen würde. Für alle anderen habe ich schweizer Schokolade mitgebracht.
 
Ich freute mich sehr auf den Tag, als ich zum Essen zu den Eltern meines Freundes eingeladen wurde. Ich war so gespannt darauf, wie meine Mitbringsel ankommen würden! Dann kam der grosse Moment… Die Freude über die Schokolade war riesig, und für das Set bedankte sie sich artig. Aber ich sah und spürte, dass irgend etwas nicht in Ordnung war. Auf meine Nachfrage sagte mein Freund, es sei alles in Ordnung, sie finde es rieche gut.
Einige Tage später besuchten wir die Eltern wieder. Ich fragte wieder nach dem Geschenk, und bekam wieder nur die Antwort, sie fände es gut. Weitere zwei Wochen gingen ins Land (ich habe in der Zwischenzeit Goa besucht und hatte das aufrüttelnde Erlebnis mit dem Haarshampoo, dass aus meiner Dusche über ein Rohr direkt einige Meter neben meiner Hütte im Meer landete ), und als ich wieder zum Essen bei der Familie meines Freundes eingeladen war, nahm seine Mutter mich leise zur Seite. Sie drückte mir die Bodylotion und das Duschgel in die Hand und versuchte mich in Zeichensprache zu fragen, was das ist (sie sprach nur Kannada). Ich war mir nicht sicher, ob ich sie richtig verstand, deshalb fragte ich meinen Freund ob er mir helfen könnte beim Übersetzen.
Und tatsächlich: Seine Mutter kannte weder Bodylotion noch Duschgel.
Ich war sehr irritiert, erklärte aber, wofür man beides brauchen kann. Auf meine Frage hin, was sie denn verwende, sagte mein Freund, ihren Körper rieb sie sich mit Kokosöl ein, und zum Duschen nehme sie einfache Seife. Etwas Anderes habe sie ihr Leben lang nicht gekannt und nie verwendet.
Mich machte das sehr nachdenklich. Ich begriff, dass Duschgel und Bodylotion (wenn auch vegan und bio und was weiss ich wie zertifiziert) NICHT natürlich ist. Da magst DU als Leser nun schmunzeln, mir war das aber SO deutlich nicht klar. Zu meinem Alltag gehörten zu dem Zeitpunkt zig Tigelchen, BodyLotions, Cremes und Duschgels.
Es arbeitete in mir, und ich stellte langsam einiges um:
 
?Ich beschloss, Kokosöl auch zu probieren, und mit wenigen Ausnahmen blieb ich bis heute dabei.
?Duschgel ging langsam zugunsten von Seife aus meinem Sortiment (manchmal nehme ich aber auch einfach nur Wasser.
?Zum Reinigen meines Gesichtes verwende ich Haferflocken, fein gemahlen und mit Wasser zu einem Brei vermengt
?Als Deo dient mir Kokosöl und Natron
?Statt Shampoo nehme ich Roggenmehl und Natron
?Statt Spülung habe ich Essig mit Wasser vermengt.
Es brauchte einige Zeit, bis ich mich an alles ran traute, und mit Allem umzugehen wusste:
– Kokosöl in den Augen brennt – Augenmakeup verhält sich auf eingeöltem Gesicht äusserst instabil
-Mit Natron und Backpulver kann man sich die Haut verätzen
– Nicht alles gibt es überall
Aber inzwischen fühle ich mich deutlich besser mit diesen kleinen Massnahmen, und ja, meine Haare sehen nicht fettig aus und werden sauber und fluffig 🙂 
Wie steht es mit dir: Hast Du schon etwas von dieser Liste ausprobiert? Ich freue mich auf Deine Antwort!  

?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.

Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst DU darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

Ayurvedische Geheimnisse..

??Indien verändert:
 
Als ich in Indien war, habe ich von verschiedenen ayurvedisch ausgebildeten Damen den Tipp bekommen, in der kalten Jahreszeit mit Ingwer und Kurkuma zu inhalieren. Beiden Pflanzen werden desinfizierende Kräfte nachgesagt und in Kombination mit dem heißen Dampf soll es vor Atemwegserkrankungen schützen und die Abwehrkräfte stärken. Was soll ich sagen ? ich halte mich an diese Empfehlung (normalerweise ist dieser Sud natürlich in einem Topf, und ich mit einem Handtuch über dem Kopf drüber ?), und kann dies nur jedem weiter empfehlen…
Ich schneide Ingwer und frischen Kurkuma klein, setze ein Topf mit Wasser auf, und koche das Ganze einige Minuten im geschlossenem Topf. Dann schalte ich die Hitze aus (Vorsicht: VERBRENNUNGSGEFAHR!) und inhaliere ca. fünf Minuten, oder so lange ich mich wohl fühle. Am effektivsten ist es, wenn ich meine Atemübungen hierzu mache.
Hast Du Lust, mit mir online Pranayamas zu üben? Dann komm in meinen Kurs!
?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.
 
Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst DU darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

Deine Entscheidung…   

 
??Indien verändert:
 
Eines meiner schönsten und lehrreichsten Begegnungen hatte ich mit Aarti. Ich lebte zwei Monate in einem Zimmer auf Ihrer Dachterrasse, und wurde in diesen zwei Monaten sehr in das Familienleben integriert. Familie- das waren Aarti und ihr Mann in Ihrer Wohnung, der Schwager in einem extra Zimmer, die Schwiegermutter und die Neffe im Nachbarhaus und im weitesten Sinn auch ihre zwei Angestellten, die jeden Tag einige Stunden im Haushalt halfen. Aarti und ihr Mann waren nicht aus klassischer Liebe verheiratet und kinderlos. Sie hatten zwar keine Geldsorgen, aber ich merkte bald, dass der Mann nicht der einfachste Mensch auf Erden war. Er arbeitete hart, und belohnte sich über alle Maßen, wenn er frei hatte. Die Schwiegereltern waren angeschlagen, und brauchten im Haushalt ebenfalls Hilfe. Der Neffe war vielleicht 10, und der Schwager lebte sein Leben eher locker lässig, und fand Parties cooler, als in der Firma von Aarti und ihrem Mann mitzuarbeiten. Alles in Allem fand ich Aarti toll, aber ihr Leben hätte ich nicht unbedingt leben wollen.
 
Nach einigen Wochen freundeten wir uns an, und sprachen auch mal “von Frau zu Frau” miteinander. Einige ihrer Überzeugungen teilte ich auf keinen Fall mit ihr, aber eines hat sich tief in meine Seele gebrannt:
 
Sie sagte: “Egal, was Du machst oder mit wem Du lebst, ob es langfristig klappt, ist allein eine Frage Deiner Entscheidung!”
 
Und so habe ich es seither auch konsequent gehalten. Egal was ich mache, wenn ich mich dafür entscheide es zu machen, dann mache ich es aus voller Überzeugung. Bis ich mich anders entscheide.
Jede Beziehung, egal wie viele Ups and Downs es gibt, kann funktionieren, wenn sich beide dafür entscheiden, es zu wollen.
 
 
Aarti entschied sich jeden Tag aktiv dafür, ihren Mann und seine Familie zu unterstützen. Egal wie schwer es auch erscheinen mochte. Obwohl sie ihr eigenes Geld verdiente (sie war nebenbei Psychologin!) und leicht hätte gehen können, tat sie dies nicht, und fühlte sich kein bisschen als Opfer von irgendwem.
  
Ich bin kein Opfer der Gesellschaft, der Menschen um mich herum oder der Situation mehr, ICH entscheide, was ich mache und was nicht.
Heute bin ich etwas in meiner Freiheit eingeschränkt, meine Yoga Stunden finden nicht wie gewohnt statt, und ich weiss (wie viele andere auch) nicht, wie lange ich meinen Bürojob noch haben werde.
 
Aber, statt mich (wie früher übrigens oft und gerne) als Opfer der heutigen Umstände zu fühlen, suche ich neue Wege in dieser seltsamen Zeit: Ich gebe online Yoga, die meisten meiner Kurse als Karma-Yoga, und ich biete mein Yoga meinen Mit-Kollegen im Unternehmen an. Und ich bin überzeugt davon, dass alles gut kommt.
 
 
?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.
 
Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst DU darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

Angst…?  

??Indien verändert:
 
Täglich höre ich in meiner Umgebung, dass Menschen angesichts der Berichterstattung und der aktuellen Situation ANGST haben. Angst vor der Zukunft, Angst, ihre Lieben nicht mehr zu sehen, Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst vor Mittellosigkeit…
 
Als ich das erste Mal nach Indien reisen wollte, habe ich von allen Seiten gehört ich solle das ja nicht tun. Ich würde als allein reisende Frau vergewaltigt und getötet werden, ich würde das Elend nicht ertragen, ich würde gesundheitlichen Schaden nehmen. Und überhaupt: Es gäbe doch genug andere Länder, in die man reisen könnte.
 
Ich habe mich von den Sorgen meiner Freunde und Familie anstecken lassen, das gebe ich zu, und die ersten Tage in Delhi muss ich ein seltsamer Anblick gewesen sein ? Ich lief ängstlich vermummt durch die Strasse, erst wenige Meter vom Hotel Eingang nach rechts, dann nach links. Dann etwas weiter nach rechts, und dann weiter nach links. Wie eine ängstliche Katze, die ihre neue Umgebung langsam und überall Gefahren erwartend, cm für cm erforscht. Immer wieder zog ich mich in mein Hotelzimmer zurück, um neuen Mut zu sammeln (Ich muss vlt. noch dazu sagen, dass ich das erste Mal überhaupt alleine und ausserhalb von Europa war…mann hatte ich ANGST!!!). Nach einigen Tagen merkte ich , dass mir keiner etwas wollte. Im Gegenteil: Die Menschen waren sehr sehr nett, hilfsbereit, höflich, und eigentlich sogar eher uninteressiert an mir. Bis auf einige Selfies wollte mir keiner was, und schon gar nichts böses. Ich wurde (trotz keiner Impfungen, denn die habe ich doch glatt “vergessen”) nur ein mal war ich im Land krank (nach dem ich in einem italienischen Restaurant Lasagne gegessen habe sass ich 24h im Bad ?) und nur ein mal danach. Ich war beides Mal nach ein bis zwei Tagen Bettruhe wieder gesund.
 
Nun, was hat mich Indien gelehrt?
Indien hat mir gezeigt, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist. Hätte ich auf meine Angst gehört, hätte ich die schönste, lehrreichste und farbenfroheste Zeit meines bisherigen Lebens. nicht erlebt. Ich hätte die tollsten Begegnungen und schönste Erfahrungen nicht gemacht. Und das alles, weil ich mich von Angst und Hörensagen beeinflusst hätte lassen.
 
Klar ist ein Virus etwas anderes, als eine Reise alleine. Aber: Ist es tatsächlich etwas anderes? Wissen wir, was morgen passiert? Macht es Sinn, deshalb HEUTE weniger zu Leben und einfach das Beste aus dem Hier und Jetzt zu machen? Ich finde, nein…
 
?Vielleicht lernen wir uns gerade JETZT kennen, weil wir endlich Zeit für uns haben (ich weiss, manchen macht genau das Angst ?)
?Vielleicht haben wir gerade jetzt endlich wieder Zeit für unsere Kinder, Partner oder Wohnungen (ich weiss, vielen macht genau das Angst ?)
?Vielleicht lernen wir jetzt unsere Lieben schätzen, die wir aktuell nicht einfach so treffen können
?Vielleicht merken wir jetzt, was wir endlich los lassen dürfen, weil es uns nicht mehr nützt (ich weiss, vielen macht das am Meisten Angst!)
 
 
?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.
 
Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?
 
Wie denkst DU darüber? Ich bin gespannt auf Deine Meinung…

unser aller EGO 

??Indien verändert:

Indien blieb heute, am Sonntag, zuhause. Was in Deutschland lange gebraucht hat, und im zweit-bevölkerungsreichsten Land der Welt unvorstellbar scheint, hat geklappt. Rund 1,33 Milliarden Menschen in Indien blieben zuhause, um das Coronavirus einzudämmen.

Als mir meine indischen Freunde davon erzählten, war ich zuerst skeptisch, aber bei näherem Nachdenken war das Gelingen dieses Vorhabens eigentlich total klar.

Ich habe in Indien an vielen kleinen und grossen Dingen erlebt, wie die Gesellschaft über dem Individuum steht, wie das “Grosse Ganze” mehr zählt, als der einzelne Mensch. Eine Geschichte fällt mir dazu ganz spontan ein…

Ein junger Mann, er kam aus einer reichen Familie, er wollte reisen und die Welt sehen und seine Traum war es, Filmregisseur zu werden. Da starb sein Vater unerwartet und das Einkommen der Familie fiel plötzlich weg. Der junge Mann war nun der Oberhaupt der Familie, egal wie jung er auch war, er hatte für seine 3 Geschwister und seine Mutter zu sorgen. Zum Glück war der junge Mann nicht nur aus einer reichen Familie, er war auch besonders gut aussehend. Und so arrangierte seine Mutter eine Ehe mit einer nicht minder hübschen Tochter aus einer anderen reichen Familie. Der junge Mann konnte nun weder reisen, noch die Welt sehen, noch seine Träume verwirklichen, denn er musste nun heiraten und schnellstmöglich eine Familie gründen. Aber statt zu klagen, sagte er mir: “Es wird zwei Familien geholfen, zwei Familien werden glücklich sein…was zählt da mein Traum?”

Was für mich anfänglich völlig undenkbar und unverständlich erschien, machte mit jedem Besuch in meiner indischen Familie mehr Sinn. Ich begriff mit jedem Gespräch mehr und mehr, wie wichtig es ist, das EGO manchmal hinten anzustellen, statt immer nur ICH ICH ICH zu schreien. Das EGO verlang nach immer mehr, aber Höher Schneller Weiter geht nicht unendlich lang gut … und das merken wir genau JETZT.

In Indien zählt das Wohl der Familie und der Gesellschaft mehr, als das Wohl des Einzelnen. Während ich mir oft Sorgen um MICH und MEIN Wohl, MEINE Träume und MEINE ZIELE gemacht habe, hat mir Indien beigebracht, dass manchmal das ICH zurück treten muss – zum Wohle der Familie, der Gesellschaft, einer ganzen Welt.

Wir sollten vielleicht nicht in Allem indisch denken, aber manchmal einfach zweimal überlegen, ob unser EGO vorrangig zählt. Gerade in Zeiten wie heute wäre diese Überlegung einen Gedanken wert.

?Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.

Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.?

Wie denkst DU darüber?

Dankbarkeit

Indien verändert:

DANKBARKEIT – ich bin sehr viel dankbarer für die kleinen Dinge in meinem Leben, seit ich in Indien war. Zu sehen, wie Menschen mit viel weniger Besitz glücklich sind, machte mich sehr demütig. Zu sehen, wie Menschen mir viel weniger Rechten glücklich sind, machte mich sehr dankbar. Zu sehen, wie Menschen ihre Träume nicht leben dürfen oder können, und trotzdem das Beste aus der Situation machen, machte mich sehr nachdenklich.

Bevor ich nach Indien gereist bin, hatte ich alles, was man sich vermeintlich wünschen kann: Einen gut verdienenden Mann der mich in die High Society des Fussballs mitnahm wenn ich wollte, seine Kreditkarte. Freunde im Profifussball, mit denen ich mich zeigen und feiern konnte. Einen Job, den ich nur machte, weil es mir Spass machte und nicht weil ich Geld brauchte. Einen Kleiderzimmer mit einem riesigen Haufen Kleidern, teilweise nie getragen. 30 Paar HighHeels. Und doch war ich leer. Erst, als ich fast alles verkaufte, meine Beziehung und Job verliess, die schicke Wohnung kündigte, und 16 Monate wohnungslos umher reiste, begriff ich, wie dankbar ich sein sollte.

Ich bin schon lange der Meinung, nichts geschieht “zufällig” auf der Welt. Jede Begegnung und jedes Ereignis hat seinen Zweck. Auch, wenn wir es oft viel später erst begreifen. So denke ich oft darüber nach, welchen Nutzen mir meine Aufenthalte in Indien brachten.
Klar, ich gebe seit dem Yoga online und offline. Aber ich habe noch viel mehr gelernt, was mir auch gerade jetzt in dieser Situation heute sehr viel hilft.

Zum Glück haben wir ENDLICH ZEIT, um ganz bewusst darüber nachzudenken…Wofür bist DU heute dankbar?

Sorge Dich nicht – Lebe!

Vertraue auf das, was kommt. SORGE DICH NICHT – LEBE!

Viele von uns sind gerade besonderen Belastungen ausgesetzt: 

Sorge um die Liebsten
Sorge um die Zukunft
Sorge um das eigene Leib und Leben
Sorge um die Menschheit
Sorge um….

Je mehr wir hören und zu Wissen glauben, desto beängstigender wird es.

Aber was, wenn wir in dieser Situation, statt uns zu sorgen, etwas absolut positives machen können:

Wir haben endlich ZEIT:
?Zeit zum Lesen
?Zeit für einander (wenn auch nur digital)
?Zeit um ein neues Hobby auszuprobieren
?Zeit zum Nachdenken
?Zeit für uns selbst
?Zeit für…

Es kommt alles, wie es kommen muss. Ob wir uns dagegen wehren, oder nicht. Und es kommt immer gut!
Gehe ins Vertrauen, SORGE DICH NICHT-LEBE!

Meine Bewertungen

Lisa St
Lisa St
17:02 21 Jan 20
Eine gute Mischung aus An- und Entspannung. Macht sehr viel Spaß!
Tobias Gellert
Tobias Gellert
13:09 18 Dec 19
Super neue Erfahrung für mich . Kann ich nur weiterempfehlen ?
Elisabeth  Stauch
Elisabeth Stauch
12:09 18 Dec 19
Unfassbar wunderbare Erfahrung. Besser geht's nicht! Maria schafft die perfekte Balance aus positiver Motivation,... entspannter Atmosphäre und Ruhe und ist vor Allem ein sehr empathischer Mensch. Auch mir als moppeligem Bewegungslegasteniker macht es irre Freude mit ihr. Professionelles, fachlich fundiertes Training garantiert. Einmal begonnen stellt sich der Suchtfaktor ein. Uneingeschränkte Weiterempfehlung von mir!mehr
Stecki .
Stecki .
11:25 18 Dec 19
Kann man weiterempfehlen.
Simone Kaape
Simone Kaape
10:38 17 Dec 19
Ich finde Maria's Yoga Stunden echt Klasse. Oft geh ich nach der Arbeit und dann total entspannt nach Hause ?? Du... machst das toll Mariamehr
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